Dekubitus & Wundliegen

Dekubitus ist gefährliches Wundliegen an Gesäß, Ferse und anderen Körperstellen! Mit dem Dekubitus wird das umgangssprachliche Wundliegen gemeint. Jeder der Angehörige zu Hause pflegt oder selbst mal längere Zeit Bewegungseinschränkungen durch Krankheit oder Ähnliches hat, kann betroffen sein.

Aber es gibt große Hilfe wie eine Antidekubitusmatratze die wirklich auch in der häuslichen  Pflege von Angehörigen wertvolle Dienste bei der Behandlung und Vorbeugung von Wundliegen leistet. Doch dazu später mehr.

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Besonders wenn Menschen aus verschiedenen Gründen lange Liegezeiten haben, entstehen Dekubitus-Geschwüre durch Druckstellen der Haut und des darunter liegende Gewebes. Schwaches Bindegewebe spielt dabei auch eine Rolle aber Jeder kann betroffen sein.

Wundliegen  ( Dekubituis ) – Gefahr im Verzug!

Die Haut wird an den gedrückten Liegestellen geschädigt und auch das Gewebe welches unter der Haut liegt, wird durch die Belastung und den Druck des Körpergewichtes gestört. Zum einen wird eine gute Durchblutung der betroffenen Stellen verhindert, was zu bösen Dekubitus-Geschwüren (Druckgeschwüren) führt.

Oft haben Menschen auch mit einem Ekzem der Haut Probleme. Geschwüre der Haut aber sind unabhängig von anderen Hautkrankheiten erworben. Das liegt daran, dass es durch Druck der Hautschichten ausgelöst wird und keine genetische Disposition hat.

Diese Dekubitus-Stellen werden umgangssprachlich als Wundliegegeschwüre bezeichnet und jeder der zu Hause angehörige pflegt, ist damit sicherlich schon in Berührung gekommen.

Es ist ein gefährlicher Kreislauf der für Betroffene durch Bildung einer offenen Stelle (Dekubitus) zur zusätzlichen Belastung und Gefährdung der meist eh schon angeschlagenen Gesundheit führt.

Wie ist ein Dekubitus ( Wundliegen ) zu verhindern?

Das Wundliegen (Dekubitus) sollte unbedingt vermieden werden, denn es kann sich durch die offenen Stellen Wundheilungsstörungen entwickeln. Es ist wichtig sich Wissen über das Wundliegen und die Wundheilung anzulesen, um auch richtig zu handeln.

Offene Stellen
Offene Stellen

Dabei ist es ratsam, nicht nur die allgemeinen Informationen über Wundheilungsstörungen sondern auch die Folgen eines falsch oder nicht behandelten Dekubitus zu kennen. Je besser man informiert ist, desto richtiger und frühzeitig wird behandelt und großer Schaden für die Patienten vermieden.

Es muss auf eine optimale Pflege und der Vermeidung von Pflegefehlern von Beginn an geachtet werden. Wenn einige wichtige Pflegetipps beachtet werden, dann kann man das Risiko einer Dekubitus-Bildung schon um einiges reduzieren.

In Kliniken und Altenpflegeeinrichtungen gibt es ein Wundmanagement aber auch für den privaten Bereich ist es sehr wichtig Fehler zu vermeiden. Folgendes sollte bei der Vorbeugung eines Dekubitus beachtet werden und gehört zur Dekubitusprophylaxe:

Dekubitusprophilaxe – was kann man zu Hause tun?

  1. Liegezeiten je Stelle so kurz wie möglich halten! Häufig und regelmäßig umlagern!
  2. Versuch der Mobilisierung nicht aufgeben!
  3. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr – Austrocknung verhindern!
  4. Vorhandene Krankheiten zum Beispiel Zucker beachten und durch gesunde Ernährung positiv unterstützen
  5. Starkes Schwitzen vermeiden, natürliche Bettdecken, Daunen nicht zu dick!
  6. Bei Inkontinenz unbedingt auf Trockenheit ( Gesäß) achten und geeignete Hygieneartikel und Pflegemittel benutzen
  7. Immunsystem stärken, frische Luft, gutes Essen mit Vitamine und Ballastoffen für Abwehrkräfte sorgen
  8. Reibung verhindern – Antidekubitus-Kissen oder Antidekubitusmatratzen verwenden
  9. Liegestellen ständig beobachten, sofort richtig behandeln wenn sich ein Dekubitus-Grad andeutet!
  10. Liegestellen vorsorglich pflegen! Reinigen, trocknen (mit Massageschwamm für gute Durchblutung sorgen!)

Wenn diese grundlegenden Dinge beherzigt werden, dann hat man gute Chancen ein Wundliegen zu verhindern.

Was ist bei sichtbarem Dekubitus (Wundliegen) zu tun?

Wenn es sich nicht verhindern lässt, was sehr oft vorkommt und nicht immer mit Pflegefehlern zusammen hängt, dann muss man  sofort handeln. Es ist im häuslichen Bereich immer ratsam, den Hausarzt zu informieren und sich Rat zu holen.

Man staffelt die Schwere der Druckgeschwüre in unterschiedliche Grade. Der Arzt kann nach Sichtung eine Einteilung vornehmen und danach richten sich auch die empfohlenen Maßnahmen. Wer also unsicher ist, welcher Grad des Wundliegens beim Patienten vorliegt, lässt unbedingt einen Arzt drauf schauen.

Verschiedene Dekubitus-Grade –Grad 1, 2, 3, 4, 5 welche gibt es?

Um die Schwere des Druckgeschwüres festzustellen, muss man sich die Stelle anschauen und beurteilen. Es gibt auch eine Braden-Skala (Dekubitus-Scala) wo ebenfalls eine Einteilung zur Abschätzung des Risikos vorgenommen wird. Hier greift ein Punktesystem und je nach Punktevergabe erfolgt die Einstufung und Behandlung.

Einfacher ist die Einteilung nach Dekubitus-Graden. Die Beschreibung der Grade 1-4 macht es auch für den Normalverbraucher verständlich. Diese Gradeinteilung geht auf Shea von 1975 zurück.

Dekubitus Grad 1, 2, 3, & 4

Grad 1 =  lokale Wärme der Stelle, rote Hautstellen, Wassereinlagerung (Ödeme) Verhärtung der Haut, Haut noch intakt

Grad 2 = Teilweiser Verlust der Haut das bedeutet Hautschichten (Epidermis) sind schon geschädigt. Der Schaden der Haut ist gut zu erkennen, teilweise bilden sich Blasen, Abschürfungen und flache Geschwüre.

Grad 3 = Hier sind bereits alle Hautschichten geschädigt und Absterben des Gewebes liegt vor (Nekrosen). Auch tiefere Hautschichten sind bereits betroffen die Schädigung ist deutlich sichtbar. Dabei sieht man schon einen Dekubitus der tiefer geht und deutlich ein offenes Druckgeschwür.

Grad 4 = Hier ist die Zerstörung der Hautschichten mit darunter liegendem Gewebe schon fortgeschritten und sehr stark. Knochen und Muskelgewebe ist ebenfalls betroffen und starke Schmerzen durch die Schädigung vorhanden.

Dekubitus
Dekubitus

Die Schädigungen die durch die verschiedenen Dekubitus-Grade 1- 4 auftreten, können zwar wieder verheilen und zu wachsen, aber eine Schädigung des Gewebes bleibt leider bestehen.

Es bildet sich vernarbtes Gewebe, welches auch weiterhin mit Dekubitus-Creme gepflegt werden sollte.

Die betroffenen Druckstellen sind immer vorgeschädigt und darum ist es wichtig,  auch weiterhin eine gute Versorgung dieser Haut und Druckstellen zu gewährleisten.

Stadium A-B-C Einteilung für Risiko Abschätzung

Seit Ende der Siebziger Jahre hat ein Schweizer Mediziner Seiler eine Einteilung in Stadium A, Stadium B oder Stadium C vorgenommen. Auch diese Klassifizierung ist relativ einfach vorzunehmen.

Grundsätzlich dienen beide Einteilungen der Abschätzung von Schwere und Risiko für den Betroffenen und damit die Basis für die richtige Behandlung.

  • das Stadium A Wundliegen = Eine saubere Wunde ohne Randabsterben des Gewebes ( ohne Nekrose)
  • im Stadium B Wundliegen = Die Wunde ist belegt und schmiert, restliche Nekrose an den Rändern
  • dann Stadium C Wundliegen = Belegte Wunde wie bei B zusätzlich Infektionen der Wunde und nässen (Blutvergiftungsgefahr)

Auch in Kategorien wurde ab 2009 eine Dekubitus-Erkrankung eingeteilt. Dabei kommen Kategorien I, II, III und IV vor. Rote Haut die aber nicht offen ist wird als Kategorie I eingeteilt. Blasige Haut mit Abschürfung zählt zu Kategorie II. Sichtbare Schädigung und Hautschichten die weg sind fallen in Kategorie III. Wenn die Haut vollständig weg ist dann ist Kategorie IV die passende.

Weiter Infos/Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/

Dekubitusprohylaxe – was kann man tun?

Es gibt wirklich einige wirksame Hilfsmittel (zum Beispiel eine Antidekubitusmatratze) die schon zu Beginn einer absehbaren, längeren Liegezeit genutzt werden sollten.

Eine Dekubitus-Matratze ist eine speziell entwickelte Bettmatratze die eine Druckstellenbildung an Fersen, Gesäß und anderen Körperstellen verhindern soll.

Die so genannte Antidekubitusmatratze hat einige Vorteile gegenüber einer normalen Bettmatratze. Welche das sind können sie in diesem Artikel zu den Dekubitus-Hilfsmitteln genauer lesen.

Nutzen sie sinnvolle Hilfsmittel

Wenn es doch zu einem Wundliegen (Dekubitus) gekommen ist, dann muss man den Dekubitus behandeln. Dabei sind einige wichtige Dinge zu beachten.

Wundliegent
Wundliegen

Nicht nur in der Pflege ist Dekubitus ein Thema. Viele Menschen sind mit der Dekubitus-Behandlung beschäftigt und gerade bei der Pflege von Angehörigen habe auch zunehmend Menschen damit zu tun, die nicht aus dem medizinischen Bereich kommen.

In Pflegeheimen, Krankenhäusern und anderen Pflegeeinrichtungen steht die Dekubitus-Problematik seit langem unter besonderer Beobachtung, Dokumentation und das Bemühen Dekubitus-Druckstellen erfolgreich zu verhindern und wenn doch entstanden, optimal zu versorgen.

Mittel im Kampf gegen Dekubitus-Geschwüre für zu Hause

Es gibt eine Reihe gute und sehr gute Hilfsmittel die einem zu Hause unterstützend helfen können um der Bildung von Geschwüren durch Wundliegen vorzubeugen.

Wenn die Druckgeschwüre da sind, dann sollte man unbedingt schnell und richtig handeln und die Dekubitus Stellen behandeln. Hilfreiche Dekubitus-Mittel und Produkte sind:

Dekubitus-Hilfsmittel für die Pflege zu Hause

Wer sich mit der Behandlung von Druckgeschwüren beschäftigt, merkt schnell dass es ohne eine gute Dekubitus-Pflege nicht geht. Es wird vieles einfacher, wenn man sich die geeigneten Hilfsmittel besorgt. Das spart Kraft und erhöht die Chancen die offenen Stellen zu verhindern oder wenn welche da sind, eine optimale Wundheilung und Wundversorgung zu erreichen.

Tipps gegen offene Stellen und Wundliegen

Wertvolle Tipps gibt es auch auf den Ratgeberseiten dekubitus.de und der igap.de Für Krankenhaus und Pflegeeinrichtungen gibt es Leitlinien und ein Wundmanagement mit Dokumentation und Behandlungsplan.

Aber auch für die häusliche Pflege von Angehörigen sind viele Ratschläge zum Thema Gold wert. Wer sich also gut informiert über die Verhinderung und Behandlung von offenen Stellen, Druckgeschwüren ( Dekubitus) und Wundheilungsstörungen der hilft nicht nur seinem Angehörigen, sondern erleichtert sich im Rahmen des Möglichen mit guten Dekubitus-Hilfsmittel die Arbeit und verbessert die Heilungschancen.

Medikamentenbox & Dispenser: Tablettenkontrolle einfach!
Eine gute Hilfe bei der richtigen Dosierung von Medikamenten sind Medikamentendispenser. Besonders für ältere Menschen ist es sehr hilfreich wenn die Medikamente für 1 Woche in einer Medikamentenbox eingeordnet werden. Das ermöglicht eine tägliche Kontrolle der Medikamenteneinnahme. So kann man selbst oder Angehörige 7 Tage Medikamente in eine Box füllen und ein Blick reicht, um zu sehen ob man die Tabletten genommen hat.

Anregungen und Tipps helfen uns genau so wie eigene Erfahrungsberichte. Wir erweitern die Ratgeber-Seiten mit ihre Erfahrungen zu allen gesundheitlichen Problemen und stellen Empfehlungen zusammen. Es handelt sich um keine ärztliche Beratung und sie sollten immer Rücksprache mit Fachleuten halten!keine Empfehlungwirksamhilft gutEmpfehlungsehr gute Erfahrungen Loading...